Besteuerung Geschäftswagen

  • Hallo zusammen,


    vielleicht gibt es ja Experten unter euch, die mir helfen könnten Licht ins Dunkle zu bringen. Folgende Situation:


    Ich habe einen Geschäftswagen (A4) den ich geschäftlich und privat nutzen kann. Da ich mehrere Filialen betreue habe ich keine „erste Tätigkeitsstätte“ und versteuere so „nur“ 1% vom Listenpreis für die Privatnutzung. Das sind immerhin 640€ mtl. und sorgt so für etwa 320€ mtl. Verlust an Nettolohn.


    Jetzt zur Frage:

    Ich nutze den A4 tatsächlich nicht privat, da ich jede freie Minute mit dem TTRS unterwegs sein möchte. Daher möchte ich gerne die 1%ige Versteuerung umgehen.

    Gelesen hatte ich, dass der Weg von der Wohnung zur Arbeit nicht als Privatnutzung anzusehen ist. Wenn man nun dem Finanzamt glaubhaft machen kann, dass man das Fahrzeug nicht privat nutzt, kann man die Versteuerung umgehen. Das wäre der Fall, wenn ein adäquates KFz in Privatbesitz vorhanden ist und der Arbeitgeber die Privatnutzung untersagt.


    Also müsste ich mir doch nur ein Schreiben von meinem Arbeitgeber besorgen, dass ich das Fahrzeug nur noch für die Strecke Haus/Arbeit und zwischen den Fililen verwesen darf und komme so um die Steuer?


    Danke und Grüße Sven

  • Möchte ich eigentlich gerne vermeiden, da das 10-15 Einträge pro Tag für mich bedeuten würde. In letzter Instanz wäre aber auch das denkbar.


    Wie werden dort Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erfasst? Als privat oder geschäftlich?


    Wie wird die Steuer unterjährig festgelegt? 100% Privatnutzung , 50/50 oder erstmal rein geschäftlich?


    Muss der Arbeitgeber der Fahrtenbuchmethode zustimmen?


    Grüße sven

  • Zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind Privatfahrten. Ggfs. gibt es eine Möglichkeit etwas mit Homeoffice zu machen, da müsstest du nen Steuerverdreher fragen.

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    Audi TTS 8J Roadster HGR Stage 2, EBC Black Dash + Greenstuff, RS Bremsbelüftung, Stahlflex

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  • Die Abrechnungsmethode entscheidet der Arbeitgeber da er den Abrechnungsaufwand hat. Du kannst jedoch freiwillig ein Fahrtenbuch führen und bei Deiner privaten Einkommensteuererklärung geltend machen. Das Fahrtenbuch muss jeodch lückenlos geführt sein.

    Ein unterjähriger Wechsel von der 1% Methode zu Fahrtenbuch ist meines Wissens nicht gestattet.

  • Das mit dem Fahrtenbuch ist gar nicht soo tragisch. Es gibt automatische Fahrtenbuch Schreiber... kleine gps module die man einfach regelmässig am PC nur ausliest. (Ne, ich habe sowas selbst nicht).

  • Meines Wissens nach geht das nur über das Fahrtenbuch. Hätte ich keinen Bock drauf ehrlich gesagt.8| Bei mir machen es knapp 400 € pro Monat aus, dafür bekomme ich ein sehr gut ausgestattetes Fahrzeug, alle 3 Jahre neu, vor die Tür gestellt. Ich zahle nichts weiter, weder für Sprit, Versicherung, Steuern, Wartungen/Verschleiß, Reifen etc. und habe 2 Tankkarten dabei.

    Damit fahre ich privat ohne jegliche Einschränkungen auch in den Urlaub und haue sogar die Tankkarten in diverse Maut Stationen;)


    Wer in Mathematik etwas aufgepasst hat, sieht schnell was die 400€ hier wert sind.

    Und ich brauche mich dafür um nix kümmern!!!

    Muss natürlich jeder für sich selber wissen.

    Motorrad vs Auto: Halb so viele Räder, doppelt soviel Spaß!..... Panigale V4S:thumbup::thumbup:;)


    Living in a Loft ;)

  • Hab mich für meinen Fall eingelesen und bin jetzt Profi:


    Eine erste Tätigkeitsstätte kann nur sein, wo man 1/3 seiner Arbeitszeit verbringt oder 2 ganze Tage die Woche arbeitet. Das trifft für keine meiner Filialen zu.

    Somit habe ich keine erste Tätigkeitsstätte und jede meiner Fahrten von zuhause stellt damit eine Dienstreise dar. Diese ist immer geschäftlich.


    Ich kann das also per Fahrtenbuch belegen und somit keinen € versteuern oder mir die Privatnutzung durch den Arbeitgeber verbieten lassen. Damit würde ich die Schreiberei umgehen. Beides gut. Nichts bezahlen und ein tolles Auto im Alttag fahren. Zum einkaufen und am Sonntag fahre ich dann sowieso den RS.


    Danke für eure Tipps