TTRS Motoröl

  • Ich babe mal eine Frage zum Original Gastrol long life Öl im TTRS, bringt es was es nach 15000 km zu wechseln, und danach 15000 km wieder long life Öl zu verwenden.
    Das der ölwechsel etwas für die werkstatt bringt ist mir schon klar, ich meine aber verschleißtechnisch.
    Oder ist bei 15000 km intervall generell ein anderes Öl vorgesehen.

  • Zitat:


    Das richtige Öl



    Jeder weiss: je dünner das Öl, desto weniger Reibung, Verbrauch, Verschleiss, besserer für den Motor beim Kaltstart. Wie sieht es in der Praxis aus? Dazu erstmal ein paar Zahlen: bei einem 5W-40-Öl gibt die erste Zahl 5 die Viskosität (je kleiner, desto dünnflüssiger) bei einer bestimmten Temparatur (kalt) an, die Zahl 40 die Viskosität bei höheren Betriebstemperaturen. Ist diese Zahl hoch, reisst der Schmierfilm auch bei hohen Temperaturen nicht ab. Das allein reicht vielen schon als Grund, in ihren alten 520i M20 ein 0W-30 zu füllen. Aber genau das ist ein fataler Fehler, der die Lebensdauer des Motors drastisch herabsetzt. Warum? Dünneres Öl heisst doch weniger Verschleiss = längere Lebensdauer? Nicht ganz. Sowohl der M20 als auch der M30 gehen von der Konstruktion her in die frühen 70er Jahre zurück. Damals gab es nichtmal ein 10W-40, das wurde z.B. beim Nockenwellenlagerspiel berücksichtigt, es ist im Vergleich zu heutigen modernen Motoren relativ gross. Kommt nun so ein dünnes Öl zum Einsatz, hat die Nockenwelle in ihren Lagern tatsächlich mehr Spiel, sie fängt an zu Schwingen, woher zu 95% auch die gefürchteten Kopfrisse am M20 kommen (der M20-Kopf reisst fast immer zwischen dem 6. und 7. Nockenwellenlager), und nicht etwa durch Überhitzung wie die meisten annehmen. Aber warum? Ein 0W-40 ist doch im warmen Zustand genauso dünn wie ein 15W-40? Das sind leider nur Werte, die im Labor erreicht werden. In der Praxis sieht die Sache anders aus, da dünne Öle wie das 0W-40 generell dazu neigen Schwarzschlamm (verbranntes Öl) zu bilden und unverbrannten Kraftstoff aufzunehmen. Das passiert bei jedem Kaltstart und bei Fahrten mit niedrigen Drehzahlen, z.B. in der Stadt. Manch einer freut sich über den scheinbar nicht vorhandenen Ölverbrauch seines Motors, bestätigt ein Blick auf den Ölpeilstab doch die gleichbleibende Ölmenge schon seit 10.000 km. Wer den Motor aber anschliessend einmal mit Vollgas über die Autobahn treibt, wird schon nach 50 km oder weniger sehen, dass beispielsweise 1 Liter Öl fehlt. Dabei fehlt es nicht wirklich, durch die hohe Leistung des Motors ist nur der Kraftstoffanteil im Öl verdunstet, der Ölstand war also "verfälscht" durch Kraftstoffverdünnung. Das wäre weiter nicht zu tragisch, nur hat ein 5W-40 mit einem nichtmal allzugrossen Anteil an Kraftstoff nur noch die Spezifikationen eines 5W-30, sprich der Schmierfilm reisst leichter ab, das Öl hält grösseren Belastungen nicht mehr stand. Daher passiert es auch immer wieder (meist zu Beginn der Urlaubszeit), dass nach ein paar Kilometern auf der Autobahn der Motor den Löffel abgibt, wenn er vorher lange nur in der Stadt gefahren wurde. Als weiteres Argument für die sogenannten dünnen "Wasseröle" werden gerne die besseren Kaltstarteigenschaften genannt. Auch das ist nur die halbe Wahrheit. Zwar wird ein 0W-Öl tatsächlich schneller an die benötigten Stellen gepumpt, aber manch dickeren Öle (wie z.B. das Motul 300V Le Mans 15W-60) "kleben" immernoch da, wo das 0W erstmal hingepumpt werden muss (das dauert je nach Motor immerhin zwischen 200 und 300 Umdrehungen). Desweiteren nehmen dickere Öle weniger Kraftstoff auf als dünnere. Wer sich jetzt fragt, warum z.B. VW für einige Modelle 0W-30 vorgeschrieben hat, das hat eine schon fast traurige Begründung: das 0W-30 kann länger im Motor bleiben, da es mehr Dreck aufnehmen kann - z.B. Verbrennungsrückstände, aber eben auch Kraftstoff. Dickeres Öl hat diese Eigenschaft meist nicht, deshalb sollte es eben auch nach ca. 10.000 km gewechselt werden. Der 0W-Kunde freut sich die langen Serviceintervalle von nur noch 30.000 km sowie den um 0.2 Liter/100 km gesenkten Verbrauch, mit denen man in Hochglanzprospekten prima werben kann. Was dann aus der Ölwanne rauskommt, erfüllt meist nichtmal mehr 0W-20-Anforderungen: vollgesogen mit Dreck und kein nennenswertes Druckaufnahmevermögen mehr (dazu später mehr), die Moleküle jedes Öls werden im Motor regelrecht zerhackt, wie das dann nach diesen 30.000 km aussieht, kann sich jeder selbst ausmalen. Der Trend geht scheinbar wie bei den Getrieben zu einer Lebensdauer-Ölfüllung. Ich erinnere mich an einen Beitrag im Forum, wo sich ein User in der Schweiz das neue Castrol 0W-20 hat einfüllen lassen, er freute sich über die 0.3 sec schnellere Beschleunigung von 0-100 km/h, fragte aber woher das "Schlagen" aus dem Motorblock wohl komme. Hier dürfte jeder eine Gänsehaut bekommen, der sich den vorherigen Beitrag über die Pleuellager durchgelesen hat. Von Öl darf man da eigentlich schon gar nicht mehr sprechen. Wer den Umweltaspekt bringt ("mit 0W-40 verbraucht der Motor aber 0.2l weniger Benzin"), der sollte sich mal ausrechnen was umweltschädlicher ist: ein um 0.2l auf 100km höherer Benzinverbrauch oder ein neu produzierter AT-Motor.


    Das Druckaufnahmevermögen eines Öls gibt übrigens die Belastungfähigkeit an, bis der Schmierfilm reisst. Hier einige Beispielwerte:


    MOTUL 4100 Turbolight SAE 10W-40 4.200 kg/cm²
    MOTUL 4100 Power SAE 15W-50 4.800 kg/cm²
    MOTUL 6100 Synergie SAE 5W-40 5.200 kg/cm²
    Castrol Formula RS SAE 10W-60 6.800 kg/cm²
    Castrol TWS Motorsport SAE 10W-60 17.800 kg/cm²
    MOTUL 300V Le Mans SAE 15W-60 22.000 kg/cm²



    Hier nun bewährte Ölempfehlungen für die E34-Motoren:
    M20 und M30: ganzjährig 15W-40 Qualitätsöl oder Motul 300V Le Mans 15W-60
    M40, M43, M50 und M60: bei eher gelassener Fahrweise reicht normales 10W-40 Leichtlauföl, z.B. von Liqui Moly, Motul, Fina oder Veedol. Bei schwerem Gasfuss und vielen Vollgasanteilen: Castrol TWS 10W-60, Motul 300V Competition 15W-50 oder Motul 300V Le Mans 15W-60
    S38: Castrol TWS 10W-60 oder Motul 300V Le Mans 15W-60
    Auch hier sei wieder gesagt: wer das hier alles für Blödsinn hält, soll sein 0W-30 weiterfahren, mit dem der Motor ja schon seit über 50.000 km gefahren ist und noch nie Probleme gemacht hat. Ein Raucher merkt die Spätschäden davon auch nicht gleich wenn er 40 Jahre alt ist. Ich werde meinen nächsten Ölwechsel jedenfalls wieder mit Motul 15W-60 machen, was andere machen ist nicht meine Sache.



    Kai525i@e34.de

  • Du machst mich mißtrauisch! Hab extra auf das Mobil 1 New Life 0W40 gewechselt mit Festintervall. Aber der jährliche Wechsel kann ja nicht schaden, weil 2 Jahre mit dem Öl herumfahren will ich nicht mehr. Mache ich am Motorrad auch nicht, sowohl dort eh andere Drehzahlen... etc gefahren werden.

    TTRS individual und exclusiv mit S-Tronic powered by HPerformance Stage 3+ :love:  STEHT ZUM VERKAUF!
    Mercedes C-Coupe 250
    2x Honda Logo, blau und einmal silber mit Panorama-Faltdach und Klima :D
    Suzuki GSXR 1000 mit ein paar Modifikationen und Veränderungen


    Historie:
    Audi S3 8P mit 350PS, Mercedes E350 W211, Opel Astra G 1,6 l, Honda Fireblade 900 RR, Mercedes CLK 230 K, Aprilia Replica 125er


    *** VCDS Programmierungen im Raum Stuttgart/Göppingen (PLZ: 73061) möglich ***

  • Ich habe mir alle Muehe gegeben die Leute zu ueberzeugen die Finger von der 0W Bruehe zu lassen. Regelmaessige Wechsel alle 10.000 bis 15.000 km bringen Sicherheit. Das war die beste Erklaerung bisher.

  • Sehr interessant....bringt mich ehrlich auch etwas ans Grübeln!!!
    Vor allem leistungsgesteigerten Motoren kann das Öl viel erreichen oder eben langfristig eben nicht erreichenund damit zerstören!


    Ich persönlich wäre auch für einen kürzeren Intervall des Öls zu haben! Das Problem, es gibt zu viele unterschiedliche Meinungen und Kenntnisse! Ich bin mit dem Mobil 1 New Life 0W-40 nach dem Castrol EdGe 5W-30 auch ganz zufrieden, keine spürbaren Unterschiede!

  • Das Zitat ist schon interessant . Aber ob das Motul 300V Le Mans 15w-60 auch für moderne Direkteinspritzermotoren mit Turbo eine gute Wahl wäre ??? Die Konstrukteure planen vermutlich ein 5w-30 Öl ein . Ein vermutlich für manche Komponenten zu grosser Viskositätsunterschied (?) .

  • Das Zitat ist schon interessant . Aber ob das Motul 300V Le Mans 15w-60 auch für moderne Direkteinspritzermotoren mit Turbo eine gute Wahl wäre ??? Die Konstrukteure planen vermutlich ein 5w-30 Öl ein . Ein vermutlich für manche Komponenten zu grosser Viskositätsunterschied (?) .


    Sehe ich ähnlich, die Motoren vom E34 haben doch vom technischem Stand her wenig mit den heutigen Motoren zu tun ... :)

  • @ ugly.kid.jo: Wo hast du denn dieses Zitat ausgegraben?


    Dass man im Motorsport auch heute eher auf 10Wxx und 15Wxx geht erscheint mir ja noch normal, aber dort habe ich vollkommen andere Voraussetzungen - da werden Motor, Bremsen, Reifen auch gezielt auf Temperatur gebracht bevor man an die Belastungsgrenzen geht und die Außentemperaturen sind bei solchen Veranstaltungen meist deutlich über dem Gefrierpunkt. Ich weiß nicht wie häufig in den verschiedenen Motorsport-Klassen Öl gewechselt wird, aber allzu viele Rennen bleibt da kein Öl drin, schon gar keine 10000...15000km. Folglich braucht das Öl diesbezüglich auch keine tolle Performance.


    Selbst wenn Motoren vor 20..40 Jahren mit Materialien und Toleranzen konstruiert werden mussten, die dafür passende Öle verlangten, kann man das nicht 1:1 auf heutige Motoren übertragen. Werkstoff- und Fertigungstechnik bleiben nun mal nicht stehen. Genauso beim Motoröl, wo synthetische Grundöle zusammen mit einem Additivpaket, das heute locker mal 20% des Öls ausmacht, sich weiter entwickelt haben. Zusammen passen müssen Motor + Abgassystem + Motoröl + Benzin aber natürlich auch heute noch.


    Wie bereits erwähnt sind unsere Audi/VW Longlife-Normen für Motoröle stark einschränkend - 5W-30 sonst nix, die VW-Norm 502 00 ist hier schon deutlich flexibler. Bei den MB Jungs sieht das schon anders aus und die haben in ihrer aktuellsten Norm (ohne DPF) auch recht happige Forderungen ans Öl, vgl. Öl-Liste für MB BeVo 229.5. Auch die Porsche A40 Norm ist für mich ein "Qualitätssiegel", wenn es um Belastung geht.


    Letztlich würde ich keine exotischen Experimente mit 10Wxx und 15Wxx machen, insbesondere wenn man das Öl Sommer wie Winter fahren will. Zwecks der Druck- und Scher-Belastungsfähigkeit eines Öls hat man übrigens mal den High-Tempeature-High-Shear Wert HTHS eingeführt. Das hilft hier sicher mehr als die normale Visko. Und ja, die in deinem Zitat gelisteten Öle sind beim HTHS vermutlich alle recht gut, aber dieser eine Parameter macht noch kein gutes Öl für lange Motorlebensdauer.

    Seit 10.02.2012, Abholung in NSU: TT RS Coupe S tronic in Sepangblau + Optik schwarz mit Theke, Sport-AGA, 280km/h, MR, Bose, ..., und Leder in schwarz/alabasterweiß :)
    ... und seit Juli 2012 endlich mit 9x19 Superforgiata matt schwarz mit 255/35 P ZERO, jetzt Michelin PSS.


    03/09 - 02/12: TTCQ 3.2 S tronic (8J) in Tiefseeblau, MR, Bose, Leder, ...
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  • Ich habe mir nun auch nicht alles durchgelesen, wurde mir zuviel und zu unübersichtlich....


    Die Meinungen gehen doch stark auseinander.


    Ich habe mich auch mal ein bisschen schlau gemacht und mit Leuten gesprochen die ich so kenne und Ahnung haben sollten.


    Das Castrol nicht zwingend die erste und beste Wahl sein sollte, ist wohl soweit klar. Wurde mir auch so bestätigt. Also Haken dran!!!!


    Das die Longlife Intervalle auch nicht gut sind und das Öl nach nem Jahr oder ca. 10-15tsd km gewechselt werden sollte, ist auch klar. Also haken dran!!!


    Jetzt sagt jeder dann doch was anderes....0w gut oder nicht???


    Mir wurde von nem 0w30 oder 0w40 definitiv abgeraten, es ist zu dünnflüssig.


    Jedoch hat nen 10w60 oder so auch nix in unserem Motor bzw. fürn Alltag verloren.


    Mir wurde von mehreren nen 5W30 an Herz gelegt, wenn man das Auto im Alltag nutzt.


    Wenn man zwischenzeitlich mal auf die Rennstrecke fährt sollte, nen 5w50 die erste Wahl sein.


    Ich selbst fahre nen TTS mit jetzt ca. 55.000km Laufleistung und ner Leistungssteigerung auf 354PS, mit der Leistungsteigerung fahre ich nun ca. 30.000km durch die Gegend. Ich nutze mein Auto zum Einkaufen (kurzstrecke) fahre es im Winter, fahre im Sommer aufm Ring....also bunt gemischt. Ich habe bisher, obwohl der Motor zusätzlich so belastet wird, nicht ansatzweise irgendwelche Schwierigkeiten mitm Motor gehabt, nix, absolut gar nix.
    Und habe bisher einmal im Jahr das Öl gewechselt und nen 5w30 reingepackt und es lief alles wunderbar.
    Da es mitm Ring doch jetzt immer mehr wird kommt beim nächsten Wechsel das Mobil1 5w50 Peak Life rein!! Und damit wird es wohl auch keine Probleme geben :)
    Hilft jetzt nicht wirklich weiter da wieder wer was anderes sagt, aber es ist meine bisherige Erfahrung.

  • Ich habe in meinem Golf 4 GTI zuerst Standard 10w40 gefahren und bin später auf Mobil1 0W40 gewechselt. Ganz ehrlich, Unterschiede habe ich mit beiden Ölen überhaupt nicht feststellen können.


    Was die aktuelle Meinungen und Anforderung zum Öl betrifft sehe ich viele Dinge, wie du selbst schon geschrieben hast. Deshalb habe ich erst im Januar bei meinem TTS Mobil1 0W40 eingefüllt und auf Festintervall umgestellt. Ich habe mehrere Abende im Internet nach Informationen zu Ölen gesucht und habe für mich folgendes Fazit:

    • 5W30 für Longlife-Öle
    • 0W40, 5W40 oder 10W40 für Festintervall-Ölwechsel

    So viel zur Viskositätsangabe. Bleiben noch die Normen. Auch hier wurden aus meiner Sicht schon die entscheidenden Angaben/Anmerkungen gemacht.
    Neben der geforderten VW-Norm sollte man einen Blick auf die Porsche- und Mercedes-Normen riskieren.

    • Porsche A30 oder A40, als "Kennzeichen" für Scherfestigkeit und "Sportlichkeit/Belastungsstabilität"
    • MB 229.xx, als Maßstab für allgemeine Anforderungen an das Öl bzw. seine Eigenschaften

    Bitte vergesst bei Aussagen wie "ein 0Wxx ist viel zu dünn", dass die Viskosität Temperaturabhängig ist. D.h. das Öl hat nicht die ganze Zeit bei dem unteren Wert ein Viskosität von 0. Außerdem finde ich das Zitat zu den BMW-Motoren zwar sehr interessant, denke aber auch, dass wir dort über recht alte Technik/Konstruktionen sprechen, die heute nicht mehr aktuell sind.

  • Jeder betrachtet das Thema immer nur von "außen". Geht ja auch meistens nicht anders, denn wer zerlegt schon ständig irgendwelche Motoren?


    Da kommen wir zum Thema: mein aktueller Tuner meines Vertrauens hat im Laufe der Jahre viele Motoren zerlegt (eigene normale, eigene Rennsport- und Kundenmotoren) und nirgends war das Innenleben so "glänzend" wie bei Motul.
    Weil ich das Öl nicht nur über ihn beziehen kann oder könnte unterstelle ich da keine Gewinnabsicht und fahre das Öl seit Längerem.


    1 Mal im Jahr Ölwechsel , 10-15000 Tausend km als Richtwert gibt er auch an.


    Warmfahren sollte übrigens bei jedem Öl, Motor usw. Pflicht sein bzw. selbstverständlich.


    Nur meine 2 Cents, jeder hat die Freiheit es so zu machen wie er will, wenn er sich dabei wohl fühlt.



    P.S. ich habe in vielen Jahren viele Öle ausprobiert und kann nur sagen: Castrol kommt mir persönlich nicht mehr rein.

  • Mir wurde von nem 0w30 oder 0w40 definitiv abgeraten, es ist zu dünnflüssig.

    Woher kommt eine solche Aussage? Das ist für mich absolut unverständlich! Ich kann mir soetwas höchstens von Leuten vorstellen, die in den 80er und 90er Jahren Motorenöl-Wechsel durchgeführt haben und damalige Erkenntnisse auf die aktuellere Zeit übertragen wollen.


    Jedes Öl wird mit steigender Temperatur "dünner". Das ist aber eigentlich lästig, da man lieber die "optimale Viskosität" bei allen Temperaturen zur Verfügung hätte. Seit man die Veränderung der Viskosität eines Öls mit der Temperatur halbwegs in den Griff bekommt, so dass ein Winteröl im Sommer nicht zu dünn wird und ein Sommeröl im Winter noch fließfähig ist, geht man von Einbereichs- auf Mehrbereichsöle (Ganzjahresöle). Das war meines Wissens so seit den 70er Jahren. Und die Qualität/Bandbreite der Mehrbereichsöle nahm in den letzten 20..30 Jahren noch mal deutlich zu, insbesondere durch vollsynthetische Öle. Ein höherer Viskoindex steht dabei für ein stabileres Verhalten des Öls über einen weiten Temperaturbereich.
    Siehe hierzu auch http://de.wikipedia.org/wiki/M…3%B6l#Mehrbereichs.C3.B6l .


    Zitat Wikipedia Synthetik-Öl: "Das erste Vollsynthetiköl war das PAO-Basierende Mobil 1 5W-20 Formula."
    Und zu Beginn war noch nicht alles Gold, was glänzt. Der damalige, für heutige Verhältnisse niedrige, Viskoindex führte dazu, dass ein 0W und 5W (gute Kälteperformance) im Sommer eher dünn wurde. Wer eine 40er Warm-Visko wollte, hat unter 10W40 oder 15W40 nichts gefunden. Und in dem Fall waren 0W und 5W Öle dann natürlich vor allem bei Sportmotoren ein Problem.
    Add-on 2012-02-22: Heute hat sich dieses Problem deutlich verschoben. Der Viskoindex ist natürlich immer noch irgendwo sinnvoll begrenzt (bei Motorenölen sind um die 190 wohl eine technisch sinnvolle Grenze). Folglich findet man auch heute kein 50er Öl mit einer 0W Kaltspec und beim 60er kenne ich bislang nur max 10W bezüglich Kälteperformance.


    ABER, xxW sagt allein etwas bei sehr niedrigen Temperaturen beim Motorstart aus. Definiert ist das seit fast einem Jahrhundert - mit Updates - in der SAE Spec J-300. Ich habe eine Tabelle aus der ADAC Fachinfo Motoröl angehängt. Bei 100°C hat die 0W Spec nichts mehr zu sagen, da die 30er oder 40er Sommer-Visko deutlich knackigere Forderungen bezüglich "nicht zu dünn" stellt - selbst die 20 bei 0W20 ist bei 100°C dominant. Man sieht hier auch schön, dass ein 30er Öl bei 100°C dünner (!) ist als ein 40er, nicht umgekehrt. Und da ein 5W-30 Öl einen schlechteren Viskoindex hat als ein 0W-40, dünnt das bei noch höheren Temperaturen auch noch schneller aus. Ob die Visko-Klasse langzeitstabil ist, liegt vor allem an der Qualität des Grundöls, da Visko-verbessernde Additive mit der Zeit zur Neige gehen. Ein vollsynthetisches Öl ist hier die richtige Grundlage.


    Mit anderen Worten bei Youtube, aber ähnliche Information bezüglich des Öl W's für "Winter":


    Bilder

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  • Will keine Grundsatzdiskussion führen, aber ich fahre seit Jahren nur MOTUL 300V auf Esterbasis... Gerade bei Motoren mit Direkteinspritzer hilft das Esteröl keine Verkokungen zu bilden und der Rußanteil an diesem Öl ist sehr gering. Ich hab es in meiner Supra gefahren, welche weit über 700PS hatte und der Motor sah nach 20.000km wie gerade zusammengebaut aus.


    Und wer sein Auto liebt, der schmeißt diese Longlife-Plörre sofort raus und stellt auf Festintervall um. Lieber öfters Öl wechseln, als weniger... Ihr tut dem Motor da echt was Gutes.


    Ich schwöre auf das 300V und nicht um sonst heißt es 24hLeMans und wird bei vielen 24h Rennern eingesetzt. Es hält einfach Temperaturen wo bei anderen der Schmierfilm schon lange abreißt. Ich fahre meistens das 15W-50 und das bekommt die Tage auch der RS. Zusammen mit anderem MOTUL Öl in Verteilergetriebe vorne, im Hinterachsifferenzial und auch Getriebe.


    Stelle nach dem Wechsel einen kleinen Bericht zusammen :)


    Gruß


    Peter


    P.S. Ich fahre dieses Öl nicht im Winter... Hier kommt ein 5W-40 rein aber ebenfalls Motul mit geringerm Ascheanteil. Im Sommer dann wieder Esteröl und der Motor wird nie irgendwelche Verkokungen bilden.


    Ach und wer immer noch glaubt das ein normales Audi oder VAG oder was auch immer empfohlenes Longlife Öl das beste für seinen Motor ist und sich vielleicht sagt, dass die Leute von Audi usw. doch nicht blöd sind mit Ihrer Empfehlung der soll sich das mal anschauen.... RS4 B7 mit typischen Leistungsverlust. Nach der Zerlegung vom Ansaugkrümmer war die Ursache schnell gefunden... Ein typisches Beispiel die Ventile und Ansaugkanäle mit schlechtem Öl mit hohem Ascheanteil (wie es bei der Longlife Plörre der Fall ist) nach ca. 80tkm ausschauen.


    Dann mal gute Nacht... 8|8|8|



    By peter10654 at 2012-04-17



    By peter10654 at 2012-04-17



    By peter10654 at 2012-04-17



    By peter10654 at 2012-04-17


    Drum meine Damen und Herren.... Keine Longlife Öle und nur Öle mit geringem Ascheanteil und ich in meinem Fall im Sommer nur Ester-Öl Motul 300V... Esterbasis reinigt den Motor und da kann sowas nicht passieren.

  • Das ist nur Marketing....


    Longlifeöle haben geringe Ascheanteile in Bezug auf was ??? Baumarktöl für 2.90 Euro der Liter ? ;) Hier wird einfach die Unwissenheit der Leute ausgekostet und das im vollen Maße. Wenn wir es ganz genau nehmen wollen kommt es nicht alleine auf den Aschwert an. Man muss auch den TBN-Wert beachten, aber das würde jetzt wohl etwas zu weit gehen... Ein guter Kompromiss aus beiden Werten ist die goldene Regel.


    Ein Longlifeöl hat:
    Total Base Number (ASTM D2896) 11,8
    Sulfatasche, wt% (ASTM D 874) 1,3 Phosphor, wt% (ASTM D4981) 0,1


    was ich für einen Dirketeinspritzer absolut nicht nehmen würde, aber leider VAG in die Autos schüttet und dann schauen die Ventilköpfe so aus wie auf den Bildern.


    Ein Mobil ESP hat z.B. einen sehr guten Aschewert, aber dafür einen schlechteren TBN Wert


    Indice de base (TBN) ASTM D 2896 7,8
    Sulfatasche, wt %, ASTM D 874 0,8
    Phosphor, wt %, ASTM D 4951 0.08


    Das Motul 8100 x-cess 5W-40 hat einen Sulfat-Aschegehalt ASTM D 874 1,09 Gewichts-% und TBN ASTM D 2896 10,1 mg KOH/g was qausi eine hervorragende Mischung aus beiden Welten ist und somit alle Additive und Schwebstoffe bietet, dabei aber auch lang genung "Frisch" bleibt bis zum nächsten Wechsel. Wer also nicht 2x im Jahr Öl wechseln will, sollte so ein Öl nehmen und es ganzjährlich fahren. Ich wie gesagt wechsel immer zwischen Sommeröl und Winteröl, aber das 5W-40 wäre das perfekte Ganzjahresöl und 100x besser als die Longlife-Plörre


    Ich bin ein Ölwechsel-Junkie... bei mir wird Öl spätestens im Halbjahr gewechselt und somit kann ich ein halbes Jahr EsterÖl fahren um den Motor zu reinigen und in der Hochtemperaturphase des Jahres beste Schmiereigenschaften bei hohen Temperaturen gewähren. In der kalten Phase des Jahres fahre ich dann Motul 8100 X-cess 5W-40 um den Motor mit den gängigen Schwebstoffen und Additiven zu versorgen, welche Rennöle wie das 300V oftmals nicht oder nur sehr gering haben.


    Soviel mal zum kleinen Ölkundeunterricht.


    McGyver ende.. LOL :D:D:D:P:P


    Gruß


    Peter


    ric :


    Der Iran unternimmt Uranversuche auch rein zu wissenschaftlichen Zwecken ;););) (ACHTUNG---- IRONIE!) Nicht alles glauben was geschrieben wird. MOTUL gibt es sein über 150 Jahren... Einer der ältesten Schmierölkonzerne weltweit. Die bringen kein Öl raus, was irgendwelche Dichtungen zerfrisst. Einzig wie oben geschrieben, fehlen dem Rennölen auf Esterbasis oftmals ein paar Additive, aber selbst die fehlenden Additive sind immer noch besser, da die Esterbasis gar keinen Spielraum für Verkokungen bietet. Der Motor schaut mit einem Esteröl immer aus wie am 1. Tag. Keine Ablagerungen auf den Kolben usw.

  • Wenn man es so extrem betreibt, auf jeden Fall, aber grundsätzlich würde ich immer sagen:


    Kein Billigöl... Kein Longlifeöl und kein zu dünnes Öl wie ein 0er. Wenn die TBN und Phosphatasche-Werte im Bereich den MOTUL 5W40 8100 X-cess liegen bist du immer auf der sicheren Seite was deinen Motor angeht, denn nur weil ich ein MOTUL Fan bin, heißt es nicht, dass andere Ölhersteller nicht ähnlich gute Öle machen. Wenn dir diese Werte schon zu viel sind, dann schau nur auf die ersten 3 Zeichen oder glaub mir einfach :) :love:


    EDIT: Weil ich noch gerade gelesen habe, dass Leute auf "APPROVALS" was geben... Das Motul 5W40 8100 X-cess hat Porsche Genehmigung wie auch MB usw....


    http://www.motul.com/gb/en/products/52


    Peter