Probleme nach Leistungssteigerung und Getriebeanpassung

  • Moin Leute,


    ich habe Probleme mit meinem 2019er TT. Ist ein Quattro mit 245PS (EA888) und S-Tronic (DQ381). Es wurde eine Leistungssteigerung inkl. Getriebeanpassung gemacht. Hardware wurde auch verbaut: Turboinlet/-outlet, Wagner LLK und diverse Druckrohre und -schläuche. An sich fuhr sich der Wagen mega. Unfassbar giftig und spritzig. Trotz OPF haben wir 310PS und 450nm erreicht. Soweit alles gut und Grund zur Freude.


    Relativ schnell viel mir aber auf das beim Wechsel auf S aber die Leerlaufdrehzahl nicht mehr wie gewohnt auf 1200 UPM hoch ging. Hinzu kam das der Wagen beim parallelen Ausparken nachm Kaltstart sich extrem gequält hat. Ungefähr so als würde man ein Auto mit zu geringer Leistung ohne Gasgeben nur mit Kupplung anfahren wollen. Kurz bevor der Motor dann absäuft, drückt man schnell die Kupplung, die Drehzahl schiesst kurz auf 1000-1100 UPM und direkt nach diesem Ruckler geht das Spiel wieder von vorn los. Das macht er sowohl vorwärts wie auch rückwärts. Im kalten Zustand ist das so schlimm das der Motor hin und wieder sogar kurzzeitig aus geht. Im warmen Zustand hört und spürt man trotzdem noch wie der Wagen sich quält, aber die extremen Ruckler und Aussetzer macht er dann nicht mehr.


    Zusätzlich zeigt er auch ein Motor abwürgendes Verhalten wenn man degressiv bremsend zum Stillstand kommt. Dann fährt er gefühlt bis exakt zum Stillstand mit eingekuppeltem Gang. Im Moment wo das Auto stehen bleibt, merkt er das er grad versucht den Motor abzuwürgen und kuppelt endlich aus. Auch hier schiesst die Drehzahl auf ca 1000-1100 hoch und pendelt sich dann bei 800 ein.


    Der Tuner hat daraufhin erst das Getriebe wieder auf Serie zurückgesetzt, ohne merkliche Änderung. Ein paar Tage später wurde dann noch die Motorsoftware mit meinem Backup zurückgesichert, so dass der Wagen jetzt wieder so sein müsste, wie ich ihn vor dem Tuning abgegeben habe. Leider zeigt er nach wie vor das oben beschriebene Verhalten. Lernwerte wurden ebenfalls zurückgesetzt, ohne Erfolg. Die verbaute Hardware wurde nochmal geprüft und es konnten keine Probleme festgestellt werden. Der Fehlerspeicher war auch immer leer. Es wurde nie etwas angezeigt.


    Ist hier jemand der so ein Problem schonmal hatte oder sich mit der Materie auskennt? Ich als Laie würde ja sagen das es nach wie vor ein Softwareproblem ist, gerade wegen der zu niedrigen Leerlaufdrehzahl in S. Vielleicht ist es aber auch irgendein Sensor, der beim Tuning einen wegbekommen hat und nun falsche Werte liefert, weshalb das Getriebe mit dem Motor nicht einer Meinung ist und es zu den beschriebenen Phänomenen kommt.


    Jede Hilfe ist willkommen...

  • Nicht bei ABT. ;) Ich möchte die hier nicht öffentlich blossstellen, da sie nach wie vor sehr bemüht sind. Da sowas dann schnell genutzt wird um eine Firma schlecht zu reden würde ich deshalb den Namen ungern nennen. Die machen aber jeden Tag VAG-Fahrzeuge und auch OPF und DQ381 sind keine Unbekannten. Im Gegenteil: die Erfahrung die sie mit genau meiner OPF/Motor/Getriebe-Kombi haben war mit ein Grund zu denen zu gehen!


    Bei mir herrscht nur grad eine Kombination aus Frust und Ungeduld, weil "ausgerechnet bei mir" so eine Kacke passiert, obwohl ich mich vorab gut informiert habe usw.

  • Hatte ahnliche Probleme aber bei einem Nissan Qashkai 1,6 DIG Turbo. Genau was du da beschrieben hast. Im Standgas lief der sehr unruhig undwollte auch kein Gas so richtig annehmen. Egal ende vom Lied einige Sonden waren sehr veroelt und haupsächlich die Drosselklappen mußten neu angelernt werden. Man hatte vorher alles mit Endoskopen nachgeschaut ( Ventiele Brennraum Kolben ) aber alles war ok. Nach dem Reinigen der verschmutzten Sonden und dem neu anlernen der Drosselklappen lief der Qashkai wie immer.

    PS. Softwareoptimierung, Luftfilter, 200Zellenkat, Auspuffanlage ist alles vor ca. 2 Jahren gemacht worden.

    Was wichtig ist.....meine Frau fahrt hauptsächlich nur kurze Stecken was natürlich auch nicht grade gut ist.

    Seit wir das Problem hatten fahre ich den Wagen einmal im Monat eine längere Strecke. Und es wird nur 102 Oktan getankt....Ultimate

  • Kenne mich von der technischen Seite da nicht aus, aber wenn nichts mehr hilft würde ich vielleicht die Hardware zurückrüsten und wenn das Problem dann immer noch da ist, zu Audi in die Werkstatt fahren und auf Garantie beheben lassen.

    Sorry..

    ich finde es immer klasse wenn man selbst was verbockt hat und dann auf der Garantie Schiene fährt und noch besser ist es sich dann am Ende beschweren wenn immer alles noch teurer wird, oder wer denkst du bezahlt am Ende die Garantieleistung.

    „Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: 'Das ist technisch unmöglich!'“

  • Die Ansicht kann ich verstehen, ich persönlich fahre besser nach dem Motto: Im Leben schenkt dir niemand etwas.

    Sollte die Werkstatt nicht auf die Idee kommen, ein Tuning zu verdächtigen und mal das Steuergerät auszulesen, sind sie meiner Meinung nach sowieso selber Schuld.


    Und bei manchen Audi Werkstätten ist das Kind vom preislichen her eh schon in den Brunnen gefallen. Das Audi Zentrum in meinem Ort wollte 400€ nur für einen Ölwechsel haben. Nehmen 40€ für den Liter Öl, der im Laden nicht mal ein Drittel kostet und im Einkaufspreis für Audi noch viel weniger. Wer die Kunden so ausnimmt ist selber kein Kind von Traurigkeit.

    Also bei solchen riesigen Unternehmen mit Milliarden in der Kasse hält sich mein Mitgefühl und meine Moral in engen Grenzen. Aber wie gesagt, ich verüble es niemanden den Saubermann zu geben und alles mit sich machen zu lassen. Wenn man sich so besser fühlt, ist das so.


    Möchte damit jetzt aber keine Diskussion lostreten, da das dem Fragesteller auch nicht weiterhilft. Es war nur ein Einwand dafür, falls gar nichts mehr hilft. Ob das in der Praxis überhaupt funktioniert kann ich nicht beurteilen, da ich nicht weiß, wie gängig es bei solchen Problemen ist, das Steuergerät auf Tuning zu überprüfen. Ich persönlich würde es jedenfalls probieren, muss aber jeder selber wissen.
    Vielleicht läuft der Wagen ja auch schon wieder rund, sobald die Hardware wieder zurückgerüstet ist ohne Audi-Werkstattbesuch. Das wäre für mich in der Fehlerbehebung in diesem Fall grundsätzlich der nächste Schritt, um etwas auszuschließen.


    Ganz abgesehen davon: Ich würde behaupten, die Garantiekosten die durch Selbstverschulden entstehen (und wo der Kunde am Ende auch wirklich damit durchkommt), werden wohl kaum ins Gewicht fallen zu den Garantiekosten, die Audi selber verbockt.