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Neue Elektroautos mit hoher Reichweite: Lohnt der Umstieg?

  • Audi will SUV mit 500 km Reichweite bauen
  • Verfügbarkeit der Ladestationen noch vergleichsweise gering

Die Abkehr vom klassischen Verbrennungsmotor ist nur eine Frage der Zeit, wie aktuelle Pläne von Audi zeigen: In Ingolstadt arbeitet man derzeit an einem SUV, welches eine Reichweite von 500 km aufweisen soll – rein elektrisch. Damit würden nicht nur aktuelle Rekorde des Elektroauto-Pioniers Tesla überboten werden, der Antrieb würde auch jene Praxistauglichkeit erhalten, die ihm häufig noch abgesprochen wird. Das Herzstück der Konstruktion sollen die beiden Partner LG und Samsung liefern, die bereits in ihre europäischen Standorte investieren. Für die Fahrer stellt sich bald die Frage: Was ändert sich durch den Kauf eines Elektroautos?

Lange Ladezeiten erschweren Alltagsnutzung

Wer ein Auto mit klassischem Verbrennungsmotor fährt, braucht sich über die Verfügbarkeit von Brennstoff keine Gedanken zu machen. Interessant ist für die meisten Fahrer ausschließlich der Preis, der natürlich so gering wie möglich ausfallen sollte. Einige Nutzer verwenden zum Preisvergleich Apps, andere tanken immer an derselben, vermeintlich preiswerten Zapfsäule – in jedem Fall hat sich der Alltag eingespielt. Beim Umstieg auf ein Elektrofahrzeug ist der Kostenvergleich passé – Strom wird nicht nach Tagespreisen gehandelt. Die Problematik tut sich schon eher bei der Verfügbarkeit auf: Rund 14.500 Tankstellen stehen in Deutschland gerade einmal 5.000 Ladestationen gegenüber. Dieser Zahlenvergleich mag durchaus zunächst recht positiv erscheinen, doch nicht jede Elektro-Zapfsäule ist für jedes Steckersystem geeignet. Außerdem dürfte es sich nur bei einem Bruchteil der Stationen um Schnelllade-Anschlüsse handeln, die bereits in einer halben bis dreiviertel Stunde rund 80 Prozent der Ladekapazität des Akkus füllen. In der Regel steht nur eine normale Ladung zur Verfügung – und die benötigt einige Stunden. Wer sich für ein Elektroauto interessiert, muss das einkalkulieren. Am günstigsten ist eine Lademöglichkeit am Arbeitsplatz; in jedem Fall muss natürlich zu Hause eine Lademöglichkeit geschaffen werden. Was in der heimischen Garage kein Problem darstellt, dürfte Laternenparker vor Herausforderungen stellen. Außerdem müssen Fahrten gut geplant werden: Selbst wenn der neue Elektro-SUV eine Reichweite von 500 km schaffen sollte, liegt der Wert in etwas nur bei der Hälfte eines vergleichbaren Diesel-Modells, welches zudem in wenigen Minuten wieder aufgetankt werden kann. Zudem hat der Hersteller über den Preis noch nichts verraten; in jedem Fall dürften die Anschaffungskosten aber über jenen eines Verbrenner-SUV liegen.

Wie alten Verbrenner verkaufen?

Doch natürlich hat der Elektroantrieb auch viele Vorteile, und die liegen nicht nur im guten Umwelt-Gewissen: Der Motor hat einen Wirkungsgrad von etwa 90 Prozent, ist langlebig, wartungsarm, kompakt und leise. Außerdem erzeugt ein Elektromotor das volle Drehmoment bei jeder Drehzahl. Kraftvolles Beschleunigen erhöht den Fahrspaß – ganz ohne Getriebe- und Schaltpausen. Die Unterhaltskosten sind demnach niedriger, denn abgesehen von der geringeren Wartung liegen die Stromkosten unter den Ausgaben für Diesel oder Benzin. Die Frage ist nur: Wie wird der alte Wagen möglichst gewinnbringend veräußert? Eine Möglichkeit ist es natürlich, den Gebrauchten durch einen Händler ankaufen zu lassen. Insbesondere beim Neukauf eines Fahrzeugs werden dann faire Preise gezahlt. Allerdings sinkt gleichzeitig der Verhandlungsspielraum für den neuen. Möglich ist es auch, den alten Wagen durch Portale wie jetztautoverkaufen.de von einem Fachmann vor Ort schätzen und direkt ankaufen zu lassen. Eine weitere Alternative ist das private Verkaufen. Das kostet allerdings einige Mühen und nervenaufreibende Preisverhandlungen, außerdem birgt der Privatverkauf auch einige Risiken für Betrug. Wie der alte Wagen auch veräußert wird: Die Zukunft des elektronischen Fahrens dürfte bald beginnen.