Aus Alt mach Neu: Kreislauf für automobile Kunststoffe

  • Pilotprojekt Chemisches Recycling zur Wiederverwertung von gemischten automobilen Kunststoffabfällen erfolgreich abgeschlossen
  • Aus Kunststoffabfällen entsteht hochwertiges Pyrolyseöl, das Audi perspektivisch für die Produktion neuer Kunststoffbauteile im Automobilbau nutzen will
  • Folgeprojekt zur Entwicklung eines industriellen Recyclingverfahrens für chemische Wiederverwertung geplant
  • Chemisches Recycling kann einen entscheidenden Beitrag zum intelligenten Einsatz von Ressourcen in der Lieferkette und beim Klimaschutz leisten

Gut ein halbes Jahr haben Wissenschaftler_innen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen mit Audi im Rahmen des THINKTANKS Industrielle Ressourcenstrategien am Pilotprojekt „Chemisches Reycling von Kunststoffen aus dem Automobilbau“ geforscht. Jetzt steht fest: Das Chemische Recycling von gemischten Kunststoffabfällen ist technisch machbar sowie ökologisch und wirtschaftlich vielversprechend. Die Kunststoffabfälle aus dem Automobilbau lassen sich zu Pyrolyseöl verarbeiten und könnten Erdöl als Rohstoff für die Produktion von hochwertigen Kunststoffbauteilen bei Audi Modellen ersetzen. Die auf diese Weise geschlossenen Materialkreisläufe sparen wertvolle Ressourcen, Energie und reduzieren die Treibhausgasemissionen. So bietet das Chemische Recycling eine gute Alternative zur energetischen Verwertung und ergänzt die mechanische Aufbereitung. Audi könnte auf diese Weise fossile Rohstoffe länger nutzen und den Einkauf zusätzlicher fossiler Rohstoffe entsprechend reduzieren. Gemeinsam mit Partnern aus der chemischen Industrie und dem KIT wird Audi im nächsten Schritt an der Industrialisierung dieses Kreislaufes forschen.