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Elektroauto – Für und Wider

Das Elektroauto ist die Zukunft. Nicht, weil diese Technik besonders innovativ oder umweltfreundlich ist, sondern weil die Politik nun die Weichen dafür gestellt hat und Benziner sowie Diesel künftig keine Rolle mehr spielen sollen. Das E-Auto wird also unsere Zukunft werden, dennoch sind viele Fragen offen und genau diese sorgen dafür, dass die Nachfrage relativ gering ist. Nur wenige wollen ein E-Mobil tatsächlich kaufen. Dabei ist diese Art der Fortbewegung schon 190 Jahre alt und konnte sich in der Vergangenheit nie durchsetzen. Das erste Elektrofahrzeug wurde von Robert Anderson (ca. 1835) entwickelt. Das erste deutsche Elektroauto kam 1888 auf den Markt, gebaut von der Maschinenfabrik A. Flocken in Coburg. Schon 20 Jahre später waren die E-Mobile verschwunden. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass selbiges auch dieses mal passieren könnte. Denn das Elektroauto ist keinesfalls das Ultimative der Zukunft. Viele andere Antriebe stehen am Start, werden aber derzeit nicht oder kaum gefördert, damit der Elektroantrieb im Vordergrund bleibt.

Elektroauto: Die großen Probleme

Die Leistung der elektrischen Autos wird besser, jedoch sind die Fortschritte bei der Entwicklung insgesamt überschaubar. Die Reichweite der jeweiligen Modelle liegt zwischen 140 – 450 km. Der Verbrauch zwischen 13 – 27 kWh/100 km.

  • Renault Fluence Z.E. (Reichweite: 185 km, 14 kWh/100km)
  • Opel Ampera-e (Reichweite 480 km, 17 kWh/100km)
  • Nissan Leaf (Reichweite 285 km, 21 kWh/100km)
  • Mercedes Benz EQV (Reichweite 405 km, 27 kWh/100km)
  • Audi Q4 e-tron (Reichweite 450 km, 26 kWh/100km)

Was den Käufern derzeit große Sorge bereitet, ist der Ausbau des Versorgungsnetzes. E-Ladesäulen gibt es, aber immer noch nicht genug. 17.000 Ladestation sind es aktuell in Deutschland. Nach Berechnung der Energiewirtschaft müssten es aber mindestens 70.000 sein  und weitere 7.000 Schnellladepunkte. Der Ausbau stockt. In ländlicher Umgebung gibt es nur wenige oder gar keine. Der Energieriese E.ON hatte dazu bereits einmal angemerkt, dass die Stromnetze umfangreich ausgebaut werden müssten. Damit 50 Prozent aller Fahrzeuge elektrisch fahren könnten, brauchte E-ON bis 2030, um das eigene Netz stabil auszubauen. Die Zukunft geht zum Elektroauto, aber nur, wenn die Politik nicht nur die Rahmenbedingungen durchsetzen kann, sondern auch den Ausbau fördert. Hinzu kommt, dass der Trassenausbau in Deutschland seit 20 Jahren stockt und kaum vorankommt.

Keine stabilen Preise

Rechnerisch ist die Tankfüllung per Strom günstiger. Aber auch nur, wenn eine einfache Rechnung (ohne Betriebskosten) geführt wird. Günstig ist aber relativ. Die Strompreise wandern Jahr für Jahr nach ob. 53 Prozent darin sind Steuern und Abgaben. Für 2020 wurde bereits eine Preisanpassung nach oben mitgeteilt. Aktuell sind die Ladegebühren an den Säulen höchst unterschiedlich und reichen von 44,3 Cent (Allego) bis zu 54,5 Cent (EnBW). Bei den Stadtwerken München werden 46,7 Cent berechnet.

Am günstigsten sind die Stadtwerke in Leipzig mit 0 Cent (unklar, wie lange es so bleiben wird). Experten gehen aber davon aus, dass die Preise weiter steigen werden.

Ausbau kommt nicht voran

Tesla hat angekündigt in Brandenburg (dort, wo selbst schnelles Internet eine Mangelware ist) eine große Fabrik bauen zu wollen. Was für das Unternehmen nicht schnell genug gehen kann, stößt am Ende auf die Mühlen der deutschen Bürokratie und die zeigt, dass der Ausbau überall stockt. Das liegt an den langen Genehmigungsverfahren und den zahlreichen Einsprüchen. Überall wo Stromtrassen ausgebaut werden sollen, gibt es Bürgerinitiativen, die dagegen Einspruch einlegen und so den Ausbau auf Jahre lähmen können. 40 Prozent der Bürger zweifeln zudem am E-Auto. Die Probleme sind groß und die Politik hat derzeit keine umsetzbaren Lösungen parat.