Macht Corona Autos billiger?

Zu irgendetwas muss das Virus ja gut sein. Nachdem uns die Politik massiv in Panik versetzt hat und ständig neue Pflichten auferlegt, schreit nun die Autoindustrie nach neuen Rabatten und Zuschüssen für die Käufer. VW, Audi und andere Marken wollen mit erheblichen Preisnachlässen locken. Ob das klappt, bleibt ungewiss. Die Käufer selbst reagieren zurückhaltend und scheuen vor großen Ausgaben oder neuen Finanzierungen zurück. In den Kaufräumen waren in der letzten Zeit kaum Interessenten zu sehen. Die Nachfrage brach ein. Neue Prämien und Zuschüsse sollen das nun ändern. Dabei soll das Beispiel aus 2009 als Vorbild dienen, doch es gibt viele Fragen und nicht einmal der Branchenverband hat bisher zu dem Vorhaben eine klare Linie.

Kompletter Einbruch im März

Audi und VW haben aktuell die höchsten Verluste. Im Schnitt lag der Einbruch im März bei über 40 Prozent. Die Zahlen für April liegen noch nicht vor, dürften aber weitaus höher sein. Zwar waren die Autohäuser geschlossen, zumindest die Kaufräume, dennoch bestand die Möglichkeit online einen neuen Wagen zu kaufen, das stößt aber in Deutschland auf große Ablehnung. Die Gründe sind unterschiedlich. Beim Besuch direkt, kann immer ein großzügiger Rabatt verhandelt werden, online jedoch nicht. Gleichzeitig ist die Angst um den eigenen Job und die Zeit nach Corona so groß, das sich die Kaufstimmung auf niedrigem Niveau befindet.

Abwrackprämie als Vorbild für Corona

So ganz sicher ist die Autoindustrie noch nicht, wie es gehen soll. Die meisten Hersteller rufen nach dem Staat, denn dieser ist der Verursacher der Einbrüche. Doch mittlerweile stapeln sich dort die Forderungen, so dass unklar bleibt, wie die staatlichen Hilfen künftig aussehen werden. Es geht um Wiederaufbauprogramme, eine Investition in das Konsumverhalten. Die großen Hersteller wünschen sich, dass der Autoabsatz staatlich unterstützt wird. Auch Markus Söder sieht das als Plan nach Corona. Wie das ganze aussehen soll, darum streiten sich aber alle. Immerhin gibt es großartige neue Autos im Jahr 2020, die nun alle auf Halde stehen.

Der selbsternannte Autoexperte Dudenhöffer fordert gar eine Prämie von 10.000 Euro für den Kauf eines E-Mobiles. Andere fordern, dass die Umsatzsteuer beim Neuwagenkauf entfallen soll. Blickt man einmal zum Vergleich auf die damalige Abwrackprämie aus 2009 lässt sich erkennen, dass der Autofahrer kaum profitierte. Viele Hersteller, hatten ihre Preise zuvor angepasst und die einzelnen Händler darauf verwiesen, weniger Rabatt zu geben. So verpufften die 2.500 Euro, die es damals als Prämie gab.

Kunde hat es in der Hand

Die Nachfrage ist mau. Jeder Händler ist glücklich über einen Kunden im Haus. Die Rabattschlachten intern sind daher längst eröffnet. Wer jetzt kauft, kann ziemlich viel Rabatt aushandeln. Dabei ist es immer wichtig, als Barzahler aufzutreten. Eine Barzahlung erfolgt auch über Leasing oder Kredit, da der Händler das Geld direkt erhält. Aber Vorsicht: Wer direkt beim Händler einen Ratenvertrag abschließt, bekommt meistens weniger Rabatt.

Für Autokäufer ist die Corona-Zeit ideal, um richtig satte Rabatte auszuhandeln.